Kohlenhydrate

Kohlenhydrate (eng. Carbs), auch Saccharide genannt, gehören neben den Fetten und Eiweißen zu den wichtigsten Energielieferanten des Körpers. Nahrungsmittel mit hohem Kohlenhydratanteil sind zum Beispiel Kartoffeln, verschiedene Getreidesorten wie Weizen und Reis oder Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen. Der menschliche Organismus nutzt Kohlenhydrate – aufgespalten in Glukose – als Energielieferant und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Innerhalb unserer Nahrung liegen Kohlenhydrate in unterschiedlichen Formen vor, die vom Körper verschieden schnell verwertet werden können. Aber wie entstehen Kohlenhydrate in der Natur eigentlich? Entscheidend ist die Photosynthese, mit der Pflanzen Kohlenhydrate wie Stärke und Cellulose bilden.

Generell wird zwischen folgenden Kohlenhydraten unterschieden:

  • Monosaccharide: Einfachzucker z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker.
  • Disaccharide: Zweifachzucker, z. B. Kristallzucker, Milchzucker, Malzzucker.
  • Oligosaccharide: „Wenigzucker“, z. B. Raffinose.

Diese drei Formen sind wasserlöslich, schmecken meist süßlich und werden vielfach auch als Zucker bezeichnet. Eine weitere Form sind:

  • Polysaccharide = Mehrfachzucker, z. B. Stärke, Cellulose, Chitin.
  • Diese sind schlecht oder gar nicht wasserlöslich und im Geschmack eher neutral.

2. Wozu benötigt der Körper Kohlenhydrate?

Durch ihre Art der Verwertbarkeit sind Kohlenhydrate die schnellsten Energielieferanten des Körpers. Die Einzelbausteine (Glukose) können in jeder Zelle gespeichert und durch die Zellmembran an Nachbarzellen weitergegeben werden. Die Organe können Glukose in ihren Gykogenspeichern anreichern und für verschiedenste Stoffwechselvorgänge nutzen – zum Beispiel für den Muskel- und Masseaufbau oder für die Leistungen des Gehirns. Besonders Sportler haben einen erhöhten Bedarf an energiereichen Nährstoffen: Da ihr intensives Training viel Energie im Muskel verbraucht, sollten die Energiespeicher immer wieder aufgefüllt werden.

3. Wie verarbeitet der Körper Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate sind im Gegensatz zu Fett und Eiweiß relativ schnell verwertbar und stehen dem Körper somit bei intensiven Trainingseinheiten direkt als Energiespender zur Verfügung. Ein Gramm Kohlenhydrat besitzt einen Energiegehalt von 4,1 kcal beziehungsweise 17 kJ. Der Weg zur Energie führt über die Verdauung: Nachdem die Kohlenhydratmoleküle mit der Nahrung aufgenommen wurden, werden sie mit Hilfe verschiedener Enzyme in Magen und Darm in Glukose um- beziehungsweise abgebaut. Im ersten Schritt steht die Aufspaltung in Einfachzucker. Dieser Prozess dauert bei den Mehrfachzuckern länger als bei den Einfach- und Zweifachzuckern. Daher stehen die verschiedenen Kohlenhydrate auch unterschiedlich schnell als Energielieferant zur Verfügung. Ähnlich wie bei Eiweiß / Protein werden auch viele Kohlenhydratsupplemente aus unterschiedlich schnell verfügbaren Formen zusammengesetzt. So steht Energie für den Masseaufbau oder für den Ausdauersport mit langen Trainingseinheiten über einen längeren Zeitraum zur Verfügung.